Erklärungen über

Moderne Sklaverei

Erklärung zu moderner Sklaverei, Zwangsarbeit und Menschenhandel

Letzte Aktualisierung: 13. Dezember 2025
Berichtszeitraum: Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024

1. Unser Engagement

welPop verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber moderner Sklaverei, Zwangsarbeit, Leibeigenschaft, Menschenhandel sowie jeder Form von Ausbeutung. Der Schutz der Menschenwürde, die Achtung grundlegender Rechte und ein verantwortungsvolles, integres Handeln sind für uns unverzichtbare Grundsätze.

Diese Erklärung beschreibt unsere Prinzipien, Verfahren und Maßnahmen, mit denen wir Risiken im Zusammenhang mit moderner Sklaverei in unseren eigenen Aktivitäten und, soweit es in unserem Einflussbereich liegt, in unserer Wertschöpfungs- und Lieferkette verhindern, erkennen und reduzieren.

2. Über welPop

welPop ist ein in der Schweiz ansässiges Unternehmen und betreibt eine Plattform für Luxusmode. Wir bringen Kundinnen und Kunden mit ausgewählten professionellen Partnern zusammen und koordinieren die dazugehörigen Dienstleistungen und Abläufe (zum Beispiel Vorbereitung, Logistik, Kundenservice und digitale Services).

3. Unsere Wertschöpfungskette und Partner

Unsere Tätigkeit stützt sich auf ein internationales Netzwerk von Partnern und Dienstleistern, insbesondere:

  • professionelle Partner (Boutiquen, Häuser, autorisierte Anbieter und Luxusakteure)
  • Logistikdienstleister (Transport, Zustellung, Abholpunkte, Retouren)
  • operative Dienstleister (Verpackung, Aufbereitung, Lagerung, Wartung und verbundene Services)
  • Technologieanbieter (Hosting, Sicherheit, Business-Tools, Kommunikation)
  • Zahlungs-, Betrugspräventions- und Compliance-Dienstleister, soweit anwendbar
  • Marketing- und Kommunikationsdienstleister

Wir sind uns bewusst, dass die Risiken je nach Branche und Kontext unterschiedlich ausfallen können, insbesondere bei mehrstufiger Unterauftragnehmerstruktur, bei temporärer Beschäftigung oder in Regionen und Sektoren mit erhöhtem Risiko.

4. Standards: Erwartungen und Anforderungen

welPop Verhaltenskodex
Wir erwarten von unseren Teams ein Verhalten, das unseren ethischen Standards entspricht. Die Achtung der Menschenrechte, Integrität und die Vermeidung von Missbrauch sind zentrale Bestandteile unserer Unternehmenskultur.

Anforderungen an Partner und Dienstleister
Wir erwarten von unseren Partnern und Dienstleistern sowie deren Unterauftragnehmern mindestens:

  • Verbot von Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Menschenhandel
  • Verbot der Einbehaltung von Ausweisdokumenten
  • Verbot missbräuchlicher Vermittlungs- oder Rekrutierungsgebühren sowie Schuldverhältnisse zulasten von Beschäftigten
  • Einhaltung der jeweils geltenden Gesetze zu Lohn, Arbeitszeit sowie Gesundheit und Sicherheit
  • Möglichkeit zur Meldung von Problemen ohne Repressalien
  • angemessene Transparenz über Unterauftragnehmer und Arbeitsbedingungen

Soweit sinnvoll, spiegeln sich diese Erwartungen in vertraglichen Verpflichtungen und/oder in unseren Onboarding-Prozessen wider.

5. Sorgfaltspflichten und risikobasierter Ansatz

Wir verfolgen einen verhältnismäßigen, risikobasierten Ansatz. Je nach Art des Dienstleisters, Land, Unterauftragnehmerstruktur, Volumen und Kritikalität können unsere Maßnahmen u. a. umfassen:

  • Auswahl und Erstqualifizierung (Reputation, öffentlich verfügbare Informationen, Dokumentation, ggf. Zertifizierungen)
  • Vertragsklauseln zu Ethik, Menschenrechten, Gesetzestreue und Unterauftragnehmern
  • Fragebögen, Selbstauskünfte oder ergänzende Nachweise bei erhöhtem Risiko
  • Monitoring von Vorfällen, Warnsignalen und Rückmeldungen aus dem operativen Geschäft
  • Korrekturmaßnahmen, Aussetzung oder Beendigung der Zusammenarbeit bei schwerwiegenden Verstößen oder fehlender Kooperation

6. Hinweisgebersystem und Meldungen

welPop ermutigt zur Meldung jeglicher Bedenken. Wir stellen einen Kontaktkanal zur Verfügung, über den Mitarbeitende sowie externe Parteien (einschließlich Partner) mögliche Verstöße oder Risiken melden können. Wir streben eine vertrauliche Behandlung an, soweit dies rechtlich und organisatorisch möglich ist.

Kontakt: [email protected] (alternativ: [email protected], sofern eingerichtet)

Gegen Personen, die in gutem Glauben melden, dürfen keine Vergeltungsmaßnahmen ergriffen werden.

7. Maßnahmen im Berichtsjahr 2024

Im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2024 haben wir insbesondere:

  • unsere ethischen Standards und Erwartungen an Partner aufrechterhalten und weiter formalisiert
  • die Strukturierung und Segmentierung unserer Partner- und Dienstleisterbasis nach Risikokategorien fortgeführt
  • die Einführung bzw. Weiterentwicklung von Tools zur Standardisierung der Lieferantenbewertung und zur Dokumentation verantwortungsvoller Beschaffungsentscheidungen vorangetrieben
  • Prozesse zur Bearbeitung von Meldungen und zur Durchführung angemessener Reaktionen gestärkt (Anforderung von Erläuterungen, Korrekturmaßnahmen, ggf. Aussetzung)

8. Wirksamkeitskontrolle

Wir arbeiten daran, unsere Wirksamkeit messbar zu machen und kontinuierlich zu verbessern. Mögliche Kennzahlen sind:

  • Anteil der Dienstleister mit relevanten Vertragsklauseln zu Ethik/Menschenrechten
  • Anteil der Partner, die unsere Anforderungen im Onboarding akzeptieren
  • Anzahl von Meldungen und Bearbeitungszeiten
  • Anzahl von Korrekturmaßnahmen und deren Ergebnisse

9. Schulung und Sensibilisierung

Wir entwickeln Sensibilisierungsmaßnahmen für relevante Funktionen (Beschaffung, Operations, Logistik, Support), um Warnsignale besser zu erkennen, Standards in Entscheidungen zu verankern und interne Meldewege zu nutzen.

10. Abhilfe und Vorgehen bei Verstößen

Bei glaubhaften Verdachtsmomenten oder festgestellten Verstößen können wir:

  • Informationen und Nachweise anfordern
  • einen Maßnahmenplan mit Frist verlangen
  • die Zusammenarbeit bei unmittelbarem Risiko vorübergehend aussetzen
  • die Zusammenarbeit bei schweren Verstößen, fehlender Kooperation oder unzureichender Abhilfe beenden

Gegebenenfalls kooperieren wir mit zuständigen Behörden.

11. Prioritäten 2025

Für das kommende Jahr planen wir insbesondere:

  • die weitere Standardisierung der Bewertung und Kategorisierung von Dienstleistern
  • ein konsequenteres, risikobasiertes Onboarding mit verstärkten Anforderungen für risikoreiche Segmente
  • bessere Nachverfolgbarkeit von Korrekturmaßnahmen und Dokumentation von Entscheidungen
  • fortlaufende Sensibilisierung interner Teams

12. Genehmigung

Diese Erklärung wurde im Namen der Geschäftsleitung von welPop genehmigt.

Datum: 13. Dezember 2025
Unterzeichner: Hugues Taffin de Givenchy, CEO — welPop (Schweiz)

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